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Bloemfontein - Wepener - Malealea (Lesotho)

Montag, 20.05.2002, 12. Tag

Lard Frazer
Eye of Kuruman
(© Volker Pohl)

Reisender, kommst Du nach Wepener, besuche auf jeden Fall das "Lord Fraser". Schon der selbstgebackener Käsekuchen ist sein Weg wert.

Der Grenzübertritt nach Lesotho war innerhalb kurzer Zeit erledigt, nachdem man erst mal durchschaut hatte, wo man welchen Stempel erhält. Lesotho ist seit 1966 ein eigenständiges Königreich innerhalb Südafrika, war aber nie Teil Südafrikas, obwohl hier viel an ein Homeland erinnert. Die meisten Bewohner sind relativ arm, leben hauptsächlich von der Landwirtschaft und der Schaf- / Ziegenzucht. Wohnen tun sie überwiegend in kleinen Hütten, die weit über die Landschaft verstreut liegen.

Auffällig gegenüber Südafrika sind die fehlenden Weidezäune, so dass das Vieh kreuz und quer über die Straße läuft. Auch die große Anzahl von Kindern fällt auf, denn kaum das man anhält, sind sie auch schon da.
"Whats your name?" "Where are you from?" "Please give me sweets" - Die drei Standardsätze der immer freundlichen "Zwergen".

Unübersehbar sind in Lesotho die starken Bodenerosionen. Der verhältnismäßig hohe Niederschlag, die Überweidung und der Raubbau an der Natur hat in der Gebirgslandschaft schon tiefe Furchen hinterlassen.

Die Straßenverhältnisse sind erstaunlich gut. Erst die letzten sieben Kilometer auf dem Weg zu unserer Unterkunft, der Malealea - Lodge, sind Schotterpiste. Am knapp über 2000 m hohen Pass "Gates of Paradies" hat man eine wunderschöne Aussicht auf das weite und riesige Tal, das auf allen Seiten von Bergen umschlossen ist.

Gäbe es nicht immer wieder die Hinweisschilder würde man nicht vermuten, dass es hier noch eine nennenswerte Unterkunft gäbe. Die Malealea - Lodge liegt unscheinbar hinter hohen Bäumen versteckt.

Am frühen Abend gibt es dann die obligatorische Begrüßung der neuangekommende Gäste durch den Chor des Dorfes. Anschließend spielt die Band des Dorfes eigene Stücke auf selbstgebauten Instrumenten. Am Ende werden die Zuschauer zum Tanzen aufgefordert und selbstverständlich bittet man die Zuschauer um kleine Spenden als Alternative zum Eintrittsgeld. Da man ahnen kann, dass die Einheimischen kaum Verdienstmöglichkeiten haben, stecken die Rands locker.

Das Abendessen gab es bei Mama Agnes im Speisesaal der Lodge. Eine 3-Gänge-Menü, einfach lecker.

Junge
Junge aus Lesotho
(© Volker Pohl)
Band in Malealea
Band mit selbstgebauten Instrumenten
(© Volker Pohl)

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