Coimbra, Freitag, 12.05.89

- Coimbra
(© Volker Pohl)
Schon morgens beim Aufstehen war es zu hören - der Regen. Nun, was soll's. Einmal im Urlaub darf man auch mal Regen haben. Nach dem Frühstück ging es dann ostwärts. Der Regen wurde nicht weniger, im Gegenteil, ein heftiger Platzregen überforderte fast die Scheibenwischer. Fünf Kilometer weiter das Gegenteil. Nicht ein Tropfen war hier gefallen.
Die letzten 30 Kilometer nach Coimbra waren fürchterlich,
die reinste Holperstrecke, dazu andauernd wieder Regenschauer.
Von der Landschaft konnte ich nur wenig sehen, die Wolken hingen
sehr tief in den Bergen. Dafür konnte ich einen Unfall live
erleben. In einem engen Dorf, beidseitig hohe Mauern, kam ein BMW
um die Ecke geschossen, knallte auf der Gegenfahrbahn an die Wand,
schleuderte auf die andere Seite ebenfalls gegen die Wand und zum
Schluß nochmals gegen die Mauer der anderen Seite. Der Wagen
war natürlich Schrott. Den Insassen war zum Glück nichts
passiert.