Editorial
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See Kleifarvatn
Ich war der Einzige aus der Gruppe, der nach Hamburg flog. Mit
Manfred, dem Reiseleiter der Paralellgruppe, blieb ich in Keflavik
zurück. Eine halbe Stunde hatte ich mich gerade aufs Ohr gelegt,
als Manfred mich weckte. Willst Du das Nordlicht sehen? Dann
komm. Ich kroch also aus meinen Schlafsack raus und suchte
mir eine dunkle Stelle um den Nachthimmel besonders gut zu sehen.
Was ich dort sah ist eigentlich schwer beschreibbar. An einer Stelle
am Himmel war eine Art rechteckiger Kasten, eher die Form eines
kurzen Schornsteines. Und aus diesen Schornstein heraus qualmte
es über den ganzen Himmel. Richtig kräftig qualmte
es. Und dann war der Spuk vorbei.
Das nächste Bild sah aus wie Gardinen, die sich im Wind bewegten.
Und so wechselten die Bilder ständig. Es war schon ein beeindruckendes
Erlebnis, was ich hier ca. eine halbe Stunde lang erleben konnte.
Nach und nach verblasste der Himmel immer mehr, bis man schließlich
kaum noch etwas erkenne konnte.

