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1. Hochland – Durchquerung

 

Hveradalir
Strokkur
(© Volker Pohl)

  Ab dem Gullfoss ging es zum ersten Mal ins Hochland. Die Piste wurde zusehends schlechter und konnte auch nur noch von Geländefahrzeugen befahren werden. Die ersten leichten Flußdurchfahrten standen auf dem Programm. Das Gebiet wurde immer wüstenähnlicher. Der Verkehr war an diesem Tage recht rege, denn in Island war Feiertag. Den meisten, denen wir begegneten, waren auf dem Rückweg vom Sommerskigebiet Kerlingerfjöll, welches wir als nächstes Ziel anfuhren. In der Nähe liegt auch Hveradalir, ein Gebiet heißer Quellen, wo die Gegensätze von Hitze und Eis besonders gut und schön sichtbar sind.

Unser Tagesziel, das Thermalgebiet Hveravellir, hat mir besonders gut gefallen. In der Nähe der Schutzhütte hatte man aus Natursteinen einen „Pool“ gebaut, in dem kaltes Wasser aus dem Bach und heißes Wasser aus den Quellen geleitet wird. So etwas lädt förmlich zum Bad ein, trotz einer Lufttemperatur knapp über dem Gefrierpunkt. Wenn man dann im Pool sitzt, links den Gletscher Langjökull, rechts den anderen Gletscher Hofsjökull sieht, und der kalte Wind einem um die Nase pfeift, kann es im Wasser richtig gemütlich werden. Draußen stehen dann die „Zaungäste“ in dicken Parka, Handschuhe an und die Pudelmütze auf dem Kopf, und frieren.

Der zweite Tag der Hochlanddurchquerung war eher langweilig und so las Rita ein Kapitel aus Hans Peter Richters „Island Handbuch“ vor. Thema: Verhalten bei Flußdurchfahrten und an Furten. Wir hatten darüber herzhaft gelacht, denn inzwischen hatten wir einige Flüße durchquert. Aber unser Lachen sollte sich 10 Tage später noch rächen.

Naturpool
Naturpool in Hveravellir
(© Volker Pohl)

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