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Java - Reisfelder - Teakplantage

Samstag, 13.08.94 [7. Reisetag, Sabine]

 

exotische Blüte auf Java

Nach einer recht kühlen Nacht genossen wir während des Frühstücks eine herrliche Aussicht auf die umgebenden Vulkane. Nachdem wir uns mit Bananenpfannkuchen, Nußbrot und anderen leckeren Dingen gesättigt hatten, begann eine exzellente Führung durch das Anwesen und die umgebenden Reisfelder. Auf unserem Weg entlang eines Kanals durch die Reisterassen entdeckten wir viele interessante Dinge. Da waren z.B. Die Kapokbäume, deren Fruchtinhalt für Matratzenfüllungen gebraucht wird, oder die Würgerfeigen, die als kleine Pflanzen in einer Astgabel anfangen und später mit ihrem dicker werdenden Stamm ihren Wirtsbaum "erwürgen". Die Jackfruitbäume dagegen haben als Besonderheit die Stammblütigkeit, d.h. Die Blüten und Früchte wachsen direkt aus dem Hauptstamm heraus. Außerdem gab es natürlich Reisfelder über Reisfelder in allen Stadien. Die in dieser Region benutzte Reispflanze braucht nur drei statt fünf Monate bis zur Reife. Interessant war auch die Beschäftigung für Senioren. Die alten Herrschaften saßen auf Podesten und bewegten immer wieder Seile mit Bändern uns "Rasseln" als Vogelscheuche. Natürlich wurden uns noch unzählige Pflanzen gezeigt, die als Medikamente oder als Nahrung gebraucht werden. Am Schluß wateten wir noch durch einen kleinen Bach und wanderten durch ein typisch javanisches Bauerndorf. Hier wuchsen Zuckerrohr und Papayas in den Vorgärten.

Nach einem wunderbaren Mittagessen besichtigten wir die Station selber. Da wird beispielsweise ökologischer Landbau betrieben oder das Wasser mit Schilf filtriert. Wir sahen die traditionell gehaltene Küche, die uns das phantastische Essen zubereitete. Am Nachmittag spazierten wir noch durch einen richtigen Primärwald, d.h. er wurde noch nie gerodet. In dem Dickicht konnten sogar ein paar Affen ausgemacht werden. Dort existiert auch eine Teakplantage, die momentan noch unter Schutz steht. Das Abendessen war zwar ausgezeichnet, aber die Krabbenröllchen hatten es in sich. Wer nicht aufpaßte, biß mitten in eine Chili! Danach konnte nach ein Film über Indonesien angesehen werden und einige von uns ließen den Abend bei einem gemütlichen Bier ausklingen.

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