Editorial
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Volker unterwegs ...
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Donnerstag,
18.08.94 [12. Reisetag, Sibylle]
Heute war laut Programm eine größere Wanderung durch das schöne
Torajaland vorgesehen. Da viele keine fünf Stunden mehr laufen konnten
oder wollten, wurde die Wanderung ganz wikingerunüblich in drei
Wanderungen aufgeteilt, an denen man sich nach Belieben beteiligen
konnte.
Mit unseren drei Autos ging es dann also morgens los... Einen Stop
unterwegs machten wir am "Kompleks Megalit", wo viele Megaliten
als Gedenkstein für die weiter hinten liegenden Toten in Ihren Felsengräbern
stehen.
Danach
ging es weiter durch wunderschöne Reisfelder zum Café "Batutumonga".
Wer an der ersten Wanderung teilnehmen wollte, stieg vorher aus
und lief durch Reisfelder und Dörfer zum Café. Da ich selbst bei
der Wanderung nicht dabei war, hier eine Beschreibung von Katrin,
Astrid und André: Die Wanderung war "schön", sie haben viele ganz
kleine Dörfer gesehen und viele Hunde. Aber der Weg war kein Wikinger-Weg!
Nachdem sich dann alle im Café "Batatumonga" versammelt hatten und die Aussicht genossen hatten, machten wir uns, nach einer kurzen Fahrt, auf den Weg zu einem großen Felsengrab der High Society vom Ort Lokomata. Zurück im Café gab es dann erstmal Mie Goreng oder Nasi Goreng für alle.
Frisch gestärkt traten wir dann unsere knapp zweistündige Wanderung
auf einem echten Wikinger-Weg(!) an. Wir wanderten nach unten durch
viele, kleine Dörfer, Kaffeepflanzen und natürlich Reisterassen.
Unterwegs besichtigten wir "Pana", Felsengräber und Babygräber
in einer richtig verwunschenen Landschaft. Die Felsengräber sind
sehr alt, heutzutage wird dort niemand mehr eingeschachtet, die
Türen sind auch schon geklaut.
Die Babygräber befinden sich in einem dickem Baum. Babys, die noch
keine Zähne haben, werden auf diese Weise beerdigt. Es herrscht
hier der Glaube, daß die nachfolgenden Kinder dann so stark wie
ein Baum werden.
Etwas weiteres Interessantes haben wir heute von unserem Guide gelernt,
nämlich warum man die Büffel so stopft, indem man sie an ihrem Nasenring
nach oben zieht und in ihren Mund ständig Grünzeug stopft. Und zwar
werden durch das Kauen in dieser Haltung die Nackenmuskeln dick
und die Büffel entsprechen dem Schönheitsideal!
Der Abend steht zur freien Verfügung und besteht im Warten auf die
Nachtfahrt, die um 23.30 Uhr losgehen soll.