Editorial
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Freitag,
19.08.94 [13. Reisetag, Carsten]
Nachdem unser Gepäck im Charterbus verstaut war, konnten wir müden Wikinger endlich einsteigen. Nun hieß es Abschied nehmen vom Toraja-Land (Rantepao). Kurz vor Mitternacht ging es dann los, in Richtung Süden. Die Nacht war heute besonders dunkel, aber das machte nichts, denn unser Bus hatte ja Licht an Bord. Wir versuchten alle (mit Ausnahme des Fahrers) ein wenig zu schlafen, aber die kurvenreiche Straße machte dieses Unterfangen fast unmöglich. Um 1 Uhr war noch einmal eine kurze Pause und 2 ½ Stunden später ein Tankstop notwendig. Nachdem unser Fahrer sechs lange Stunden gerast war, kamen wir ins Schmetterlingstal von Bantimurung. Da der Park noch nicht geöffnet war, mußten wir über eine Stunde vor den kleinen Souvenirläden und Speiselokalen am Eingang warten. Und dann war endlich Einlaß. Ich konnte es kaum abwarten, denn dieses Tal ist etwas besonderes für Entomologen (Insektenfreunde). Hier gibt es viele endemische Arten, das heißt Arten, die nur in einem begrenzten Gebiet vorkommen. Steile bewaldete Felshänge umrahmen dieses einmalige Tal und ermöglichen den Schmetterlingen einen idealen Zufluchtsort für ihre Entwicklung. Viele Arten sind jedoch nur mit etwas Geduld zu Gesicht zu bekommen. Zum Beispiel die Blattschmetterlinge (Kallima spec.) sehen auf ihrer Flügelunterseite einem verwelkten Blatt täuschend ähnlich. Die schönsten und größten Falter von Bantimurang sind die Vogelflügler (Ornithoptera spec.) mit einer Spannweite von über 20 cm und einer markanten gelbschwarzen Flügelzeichnung. Andere Attraktionen sind hier die riesigen Höhlensysteme und die zahlreichen Wasserfälle, sowie das Schmetterlingsmuseum und die dazugehörige Zuchtstation. Um 11 Uhr ging es dann mit dem Bus zum Flugplatz nach Ujung Pandang. Da der Flug Verspätung hatte ging erst um 14.40 Uhr weiter nach Denpasar. Schon nach rund einer Stunde Flug konnten wir dann auf der Insel Bali landen. Ein Bus brachte uns dann sofort nach Kuta in unser Hotel "Bali Mandira". Nach dem Einchecken ging es nun ans Meer zum Baden. Die meterhohen Wellen waren hier besonders stark und gelegentlich wurden mir die Beine regelrecht weggerissen. Abends stand dann nur noch ein Einkaufsbummel, ein schönes Abendessen in einem guten Restaurant und Relaxen auf dem Programm. Gute Nacht!